Ziele

Ziel ist es, eine maximale Lebensqualität zu erhalten.

Unserer Auffassung nach ist eine hohe Lebensqualität dann gegeben wenn es dem Menschen ermöglicht wird, seine für ihn wichtigen Bedürfnisse zu befriedigen.
Die Bedürfnisse der Bewohner und derer die sie pflegen und betreuen soll uns daher als Richtschnur und Orientierung für unser Betreuungskonzept dienen.

Bedürfnisse der Betreuten:

  • Bewahrung der Identität
  • Zuwendung
  • Sicherheit und Schutz
  • Unabhängigkeit
  • Selbstbestimmung
  • Soziale Anerkennung und Einbindung
  • Aufgaben und Bestätigung haben
  • Erfolgserlebnisse
  • Spaß und Freude
  • Sich als Mann oder Frau fühlen

Die primäre Zielsetzung unserer Arbeit  ist das Erhalten, Fördern bzw. Wiedererlangen von Unabhängigkeit, Wohlbefinden und Lebensqualität des Menschen in seinen Aktivitäten, Beziehungen und existentiellen Erfahrungen des Lebens, wie es Frau Prof. Monika Krohwinkel in ihrem Model der „Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens“  (AEDL`s) erfasst hat.
Grundlage sind die Theorien von Rogers humanistischer Psychologie und Maslows Bedürfnispyramide. Um dies umzusetzen, sind insbesondere die Fähigkeiten, Bedürfnisse und Probleme der pflegebedürftigen Person und/oder ihrer persönlichen Bezugsperson (Angehörige/Lebenspartner/Freunde) gezielt zu erfassen, zu stützen und zu fördern. Jeder wird als Person mit seiner Einzigartigkeit anerkannt.
Die individuellen Wünsche und Bedürfnisse werden erfragt und im Betreuungsalltag berücksichtigt.Um eine möglichst hohe Lebensqualität und Selbstständigkeit zu erzielen, orientieren wir uns an Ganzheitlichkeit und Aktivierung. Ganzheitlich bedeutet den Menschen als Individuum mit seinen Eigenschaften, Gewohnheiten, Eigenheiten und mit seinen Fähigkeiten und Defiziten ernst zu nehmen. Dabei seine individuelle Lebensgeschichte „Biografie“ zu berücksichtigen.
Aktivierend heißt, seine vorhandenen Ressourcen zu erkennen, wecken und fördern. Durch die Kommunikation den Rückzug des Menschen zu vermeiden und somit den Verlust der geistigen und körperlichen Fähigkeiten zu verlangsamen, Regression entgegenzuwirken.

Der  Grundsatz unserer Arbeit ist die Individualität. Die Mitarbeiter sind angehalten individuell, spontan und situativ zu handeln. Dabei entsprechende Verfahrensvorschriften einzuhalten, aber immer das Wohl des Betreuten in den Vordergrund zu stellen.
Unsere Arbeit ist durch eine dem zu betreuenden Menschen zugewandte, empathische Grundhaltung gekennzeichnet. Hierdurch entsteht ein Klima, indem sich die Menschen geborgen und verstanden fühlen und die Gewissheit haben, dass sie sich jederzeit mit ihren Anliegen an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden können und von diesen Unterstützung und Akzeptanz erfahren.
Soziale Betreuung trägt dazu bei, die sozialen, seelischen und kognitiven Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Sie ist Bestandteil der Tagesstrukturierung und fördert die soziale Integration und wirkt so der Desorientierung, Immobilität und Isolation entgegen.

Wir wollen miteinander Feste feiern, Ausflüge unternehmen und es uns einfach gut gehen lassen. Vor allen Dingen wollen wir durch die Öffnung unserer Institution für externe Besucher einen Ort der Begegnung stellen.

Angehörigenarbeit

Wir legen Wert darauf, mit den Angehörigen (wenn vorhanden!) einen intensiven Informationsaustausch zu pflegen, da sie uns u. a. als Biografievermittler und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit größtmögliche Unterstützung bei der Planung von effektiver sozialer Betreuung, sowie Lebensraum- und Milieugestaltung geben können.

Die Kooperation mit Angehörigen umfasst:

  • Erstgespräche
  • Biografiegespräche
  • Angehörigencafé findet vierteljährlich statt
  • Angehörigensprechstunde jeder Zeit vereinbar
  • Themenabende für Angehörige (je nach Bedarf)
  • Individuelle Anlassgespräche